|
Sicher üben das Herstellen künstlicher Edelsteine aus der Asche Verstorbener, das Absetzen lippenstiftgroßer Urnen im Weltraum, die Kryonik („Einfrieren“) oder auch die Plastination einen großen Reiz auf viele Menschen aus. Hinzu kommen noch zahlreiche Varianten von Feld-, Wald- und Wiesen-, von Fluss- oder Felsbestattungen, die in Deutschland bisher nahezu ausgeschlossen sind. Gleiches gilt für die sog. Luftbestattung, bei der die Aschereste von einem Flugzeug oder Heißluftballon aus verstreut werden.
„So, wie ein Volk seine Toten verehrt, so offenbart sich seine Seele vor dir.“ Dieses Zitat des chinesischen Philosophen Konfuzius zeigt: Im Umgang mit dem Tod oder gar dem eigenen Sterben gibt es kein „Richtig“ oder „Falsch“. Es ist vielmehr eine Frage der (eigenen) Kultur. Deshalb finden wir weltweit - in der Geschichte und gegenwärtig - so viele unterschiedliche Vorstellungen, Riten und Rituale.
Ob es sich bei den verschiedenen Möglichkeiten um eigenständige Bestattungsarten, Beisetzungsformen oder um „pietätlose Spielereien“ handelt, entscheidet jeder für sich selbst.
Umso wichtiger ist der folgende Hinweis: Hat die/der Verstorbene eine formgerechte Willenserklärung über die Art der Bestattung hinterlassen, sollten sich die Angehörigen möglichst daran halten. Ansonsten wird davon ausgegangen, dass die Hinterbliebenen die Form und Art der Bestattung im Sinne der/des Verstorbenen regeln.
Die Reihenfolge der Angehörigen als Entscheidungsberechtigte wurde vom Gesetzgeber genau festgelegt:
- Ehegatte
- Kinder
- Ehegatten der Kinder
- nähere/weitere Verwandte, Verlobte, Lebenspartner
Wir beschränken uns hier auf eher grundsätzliche Informationen zu den drei „Grundformen“ sowie auf einige Worte zu den sog. Baumbestattungen, welche sich seit mehreren Jahren großer Beliebtheit erfreuen. Sie werden sehen: Schon diese Varianten bieten Ihnen einen sehr großen Gestaltungsspielraum. Falls Sie darüber hinaus Informationen benötigen, sprechen Sie uns bitte an.
|